Als die Tür krachend aus den Angeln flog und drei Männer in Lederjacken unsere Wohnung stürmten, dachte ich, das ist das Ende. Doch dann sah der Anführer mein Gesicht – und erblasste. „Du wolltest…

„Nimm das Geld, aber lass mich in Ruhe! “, schrie mein Mann und kauerte sich hinter die Sofalehne, als die Inkassobeamten in unsere Wohnung stürmten. Ich zitterte vor Entsetzen, doch als der Mann im schwarzen Anzug mein Gesicht sah, erblasste er. „Du wolltest uns die Tochter von Alexander Görlach überlassen.

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Du hast einen fatalen Fehler begangen. “

Um zu verstehen, wie Marie in diesen Albtraum geraten war, müssen wir die Zeit nur um zehn Minuten zurückdrehen, als in der Wohnung noch Stille herrschte. Der Abend begann nicht mit einem Klingeln, sondern mit einem ohrenbetäubenden Krachen. Es klang, als wären die Wände des Mehrfamilienhauses von einem Rammbock erschüttert worden.

Marie König, die gerade das Abendessen – Frikadellen mit Kartoffelpüree, Andreas Lieblingsgericht – auf den Tisch stellen wollte, schaffte es nicht einmal mehr, den Teller abzusetzen. Die Wohnungstür, die laut ihrem Mann aus massivem Stahl bestand und absolut sicher war, flog mit Putz und Staub aus der Zarge. Sie krachte scheppernd im Flur auf den Boden und wirbelte eine Staubwolke auf. Marie erstarrte mit dem Geschirrtuch in der Hand.

Ihr Herz setzte einen Schlag aus, dann hämmerte es ihr keuchend im Hals und machte das Atmen schwer. Im Türrahmen standen drei Männer. Riesige, breite Schultern in Lederjacken verdeckten das Licht vom Treppenhaus. Sie rochen nach Kälte, Zigaretten und drohendem Unheil.

Andreas, der noch eine Sekunde zuvor entspannt am Tisch gesessen und über die Perspektiven des Logistikmarktes und den baldigen Kauf eines neuen Mantels für sie gesprochen hatte, erstarrte augenblicklich. Sein Gesicht wurde aschgrau, seine Lippen bebten. Er kannte sie. Doch woher?

Der Name Görlach sagte Marie nichts. Dieser Name zählte hier mehr als das Gesetz. Sie stand in ihrem eigenen Büro, fühlte sich aber, als wäre sie wieder wie vor zwanzig Jahren mit einem Koffer vor der Tür des Kinderheims ausgesetzt worden. Sie tippte den Code für unsere Wohnung ein.

Die Lehrer, etwa zwanzig Leute, drehten die Köpfe. Er dachte, sie würde einen Scheck oder Geld herausziehen. Zwanzig Minuten später betrat sie das Gebäude der Stadtverwaltung. Es stand dort seit zwanzig Jahren.

Es war das, was ihr absolute Macht verschaffen würde: das Original der Schenkungsurkunde für das Land, für das gesamte Land unter der Fabrik, unter der halben Stadt. Hier ist das Original der Kaufurkunde für das Fabrikgelände und das Testament von Alexander Görlach. Die Zeit schien still zu stehen. „Halt still!

“, brüllte er und verdrehte ihr den Arm. Mein Name ist Marie Görlach, und ich bin hier, um zurückzuholen, was gestohlen wurde.